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Cornelius Claudio Kreusch & Joscho Stephan – Highwire

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Hochseilakt der Jazz-Virtuosen – Cornelius Claudio Kreusch (Piano) & Joscho Stephan (Gitarre)

Artikelnummer: FM 413-2 Kategorie:

Beschreibung

Hochseilakt der Jazz-Virtuosen – Mit dem Pianisten Cornelius Claudio Kreusch und dem Gitarristen Joscho Stephan finden für „Highwire“ zwei ebenbürtige Virtuosen, Melodiker und Improvisatoren zusammen. Auf dem Album lassen sie Kreuschs wichtigste Kompositionen und ein paar Standards neu erstehen.
Seit langem gehört Cornelius Claudio Kreusch zur Riege der herausragenden Jazz-Pianisten mit eigenem Personalstil. Seine Ausnahmestellung hat der lange in New York Lebende auf vielen Alben unter Beweis gestellt, mit Größen wie Kenny Garrett, Terri Lyne Carrington, Bobby Watson, Herbie Hancock und Salif Keïta, aber auch in der Königsklasse des Solo-Pianos. Als er ein Video vom Duo des Gitarristen Joscho Stephan mit dem großen Biréli Lagrène sah, war für ihn klar, dass er mit ihm zusammen-
spielen musste: „Ich konnte mir sofort vorstellen, dass wir so harmonieren wie das Duo Toots Thielemans und Martial Solal, das mir als Inspiration vorschwebte.“
Denn Joscho Stephan ist nicht nur für seine herausragende Virtuosität an der akustischen Gitarre bekannt, er steht auch für einen jungen, neuen, stilübergreifenden Ansatz im Genre des Gypsy Swing. Stephan führt das Erbe Django Reinhardts ganz in dessen Geist der Improvisation und der Innovation fort. Was seine Zusammenarbeit mit so unterschiedlichen Jazz-Stars wie Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano, Stochelo Rosenberg oder Tommy Emmanuel unterstreicht. Die wichtigsten und persönlichsten Kompositionen seiner Karriere in dieser Begegnung neu erstehen zu lassen, war Kreuschs LeitIdee für das gemeinsame Album. Und so werfen sich Kreusch und Stephan auf „Highwire“ nun staunenswert artistisch die Bälle zu, rasant, originell und hochgradig musikantisch.
Drei gemeinsame Vorlieben sind es, die dieses Duo klingen lassen, als würden es schon seit Jahren zusammenspielen: Die Verwurzelung in einer starken Rhythmik, die Liebe zur Melodie und die Lust an der Improvisation.
Bestes Beispiel dafür ist „Paco“, das Cornelius Claudio Kreusch in Gedenken an Paco de Lucia am Tag seines Todes schrieb. Bei der ebenso mitreißenden wie berührenden Hommage an das Genie der Flamenco-Gitarre lässt Kreusch in seiner unnachahmlichen Art die Finger über die Tasten fliegen, und Stephan seine Gitarre singen wie Jascha Heifetz die Geige.
Widmungen machen ohnehin einen bedeutenden Teil von „Highwire“ aus. Bei den Verbeugungen vor seinen Eltern und den musikalischen Grüßen an seine fünf Kinder hat Kreusch einige seiner einprägsamsten Melodien gefunden. Zum Beispiel das hymnische Motiv bei „For My Father“, das Kreusch nach dem Intro ganz Joscho Stephan überlässt, der hier alle Ausdrucksmöglichkeiten aus seiner Gitarre herausholen darf: Pickings, Rhythmus-Akkorde, Perkussion, wilden Läufen und singendes Vibrato a la Django Reinhardt. Oder das emotionale Thema beim „Source Song“, dem ruhigsten, vielleicht persönlichsten Stück des Albums, das Kreusch seiner Mutter Dorothée Kreusch-Jacob widmete, die ihn als renommierte Konzertpianistin, Liedermacherin, Schriftstellerin und Musikpädagogin früh zur Musik geführt hat. Die Freude und Lebenslust, die der eigene Nachwuchs verkörpert und bringt, kommt in den dem jeweiligen Naturell entsprechenden Songs zum Ausdruck. Ob stark rhythmisiert beim dem ältesten Sohn gewidmeten „Lior“, ob bei der klarsten, einprägsamsten Melodie für „Caira“, beim wild wirbelnden Thema von „Isaya“ oder dem fast fragenden Motiv bei „Aeneas“. Zwei Stücke spiegeln wichtige Etappen in Kreuschs Karriere wider. „On the Bowery“ ist nach der Straße im Süden Manhattans benannt, in der Kreusch nach seinem Studium am Bostoner Berklee College of Music viele Jahre lang ein Künstlerloft bewohnte. Zwischen NoHo, Soho, East Village und Lower Eastside war es seine kreative Kraftquelle in der Hauptstadt des Jazz. Wohnraum, Übungsraum, Konzertsaal, aber auch Salon und Partymeile für ihn und viele befreundete Musiker, der manche glorreiche Stunde, aber auch 9/11 hautnah miterlebte, lag doch das World Trade Center nur wenige Blocks entfernt. Diesen Erinnerungen und diesem Spirit „seiner“ Straße ist dieses dynamische, pulsierende, hart synkopierte, aber auch mit Blues und „Feeling“ eine verrückte Story erzählende Stück gewidmet die sich um eine Begebenheit um Christmas (On the Bowery) rankt. Und dann darf natürlich Kreuschs größter Hit nicht fehlen. „Feel!“ stammt aus dem 1998 erschienenen Album „Scoop“, an dem unter anderem Salif Keïta, Elisabeth Kontamanou, Richard Bona, die Saxofonisten Greg Osby, Bobby Watson und Ron Blake, die Bassisten Anthony Cox, Zaf Zapha und James
Genus sowie die Drummer Will Calhoun und Terri Lyne Carrington und Cyril Atef mitwirkten. Es führte seinerzeit lange die Jazz-Charts an und wurde zum erfolgreichsten Jazz-Album dieses Jahres. Speziell „Feel!“ erwies sich als so beliebt, dass Kreusch das Stück drei Jahre später auch auf seinem nächsten Erfolgsalbum „Live! At Steinway Hall/New York“ als Solo-Improvisation einspielte. Nun also erweist sich der Song mit seiner Ohrwurm-Melodie, seiner an „Giant Steps“ erinnernden Progression und seinem fulminanten Drive auch als perfektes Vehikel für das Gespann Kreusch/Stephan. Alle bisher genannten Stücke von „Highwire“ sind bereits als Single erschienen, mit dem Album-Release sind dann auch noch die drei Standards zu hören, derer sich Kreusch und Stephan außerdem angenommen haben. Mit Miles Davis‘ „All Blues“, Kenny Dorham/Joe Hendersons „Blue Bossa“ und John Coltranes „Giant Steps“ geben drei bahnbrechende, wegweisende Meisterwerke der Jazzgeschichte Kreusch und Stephan noch auf eine weitere Art die Gelegenheit, ihre finessenreiche Kreativität und ihr blindes Verständnis unter Beweis zu stellen. Nicht zuletzt auch mit einem Schuss Humor, dem letzten Baustein eines grandiosen Duo-Debüts, von dem man sich eine Fortsetzung nur wünschen kann.